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Schule vor neuen Herausforderungen
Die
Aufgabe der Schule und der Lehrer war viele Jahrzehnte klar
umrissen. In erster Linie sollten Wissen vermittelt und
Grundkompetenzen aufgebaut werden. Die Schule sollte die jungen
Menschen dabei auf das Leben vorbereiten. Traditionell war es
Aufgabe der Schulen, die Schüler zu einem Abschluss zu bringen. Die
Frage, wie und ob sich an die Schulausbildung eine Berufsausbildung
anschließt, stand dabei nicht im Vordergrund. In der heutigen Zeit
jedoch gewinnt die Anschlussorientierung immer mehr an Bedeutung.
Bildungsbereiche, die später relevant für die Arbeitswelt sind,
werden heute immer wichtiger. Defizite in diesen Bereichen
erschweren den Übergang von der Schule in den Beruf nur unnötig. So
muss man sich die Frage stellen, ob das Bild des Lehrers als
klassischer Wissensvermittler noch zeitgemäß ist. Kann man von einem
Lehrer verlangen, die Schüler fit für die Arbeitswelt zu machen? Die
Antwort lautet eindeutig und unzweifelhaft: Ja, das kann man und man
muss es sogar. In einer internationaler werdenden Wirtschafts- und
Berufswelt muss die Schule die Lücke schließen zwischen schulischer
Vorbereitung und beruflichen Anforderungen. Damit wird
Berufsorientierung eine Kernaufgabe der schulischen
Bildungstätigkeit, Kompetenzen zu vermitteln, die Hauptaufgabe der
Lehrer. Individualisierte und systematische Berufsorientierung muss
integraler Bestandteil des Unterrichts werden. Gute
Berufsorientierung lebt davon, dass sie neben den unterrichtlichen
Prozessen auch das Umfeld der Jugendlichen und die Arbeitswelt mit
einbezieht. Hierbei können Lehrer helfen und diesen Prozess
begleiten jedoch nicht ohne starke Partner aus dem außerschulischen Bereich.
Regelmäßige Fortbildungen und spezielle Unterrichtsmaterialien
müssen den Lehrern überdies zur Verfügung gestellt werden, wenn ihre
Anstrengungen nachhaltig Erfolg haben sollen.
Quelle: Schul/Verwaltung NRW 3/2006 Lies
auch die Studie:
Jugend und Beruf |