‘Parlez-vous français?’
Wer hat es nicht selbst schon einmal in den Ferien erlebt oder kann sich die Situation gut vorstellen: Bei einer Reise ins Ausland erhält man im Restaurant eine Speisekarte, die in der Landessprache abgefasst ist. Wagemutig tippt man auf einen Begriff, in der Hoffnung, das so bezeichnete Gericht werde wenigstens ungefähr den Erwartungen entsprechen. Oder: Man lernt Ausländer kennen, kommt ins Gespräch und möchte über viele interessante Eindrücke und Meinungen diskutieren - wenn man nur die Sprache des Partners besser beherrschte. So mancher viel versprechende Austausch und Kontakt bleibt dann doch nur oberflächlich oder wird gar abgebrochen, denn nur mit "Händen und Füßen", mit Mimik und Gestik lässt sich schwer ein intensives und ausführliches Gespräch führen!
Aber nicht nur in den Ferien und in der Freizeit, sondern auch in vielen weiteren Bereichen sind Fremdsprachen wichtig und notwendig. Im vereinten Europa sind Fremdsprachenkenntnisse unerlässlich und führen zu besseren beruflichen Chancen. Schon ein Blick auf die Stellenanzeigen in der Tageszeitung macht deutlich, dass für viele Berufe die Kenntnis mindestens einer oft auch zweier oder mehrerer Fremdsprachen voraus-gesetzt wird. Dies gilt nicht nur für Dolmetscher und Übersetzer, sondern beispielsweise auch für Techniker und Ingenieure.Da Wirtschafts- und Handels- beziehungen für die Bundesrepublik Deutschland von ausschlaggebender Bedeutung sind und da auch in Kultur, Verwaltung und Tourismus die Kontakte zunehmen, wird auch in Zukunft die Kenntnis von Fremdsprachen immer gefragt sein. Nicht nur im späteren Beruf, sondern schon in der Ausbildung und im Studium werden Fremdsprachenkenntnisse verlangt. Sicherlich ist also die Vermittlung von sprachlichen Kenntnissen die Hauptaufgabe des heutigen Fremdsprachenunterrichts. Darüber hinaus gibt es jedoch noch weitere wesentliche Ziele: Durch eine andere Sprache lernt der Schüler neue Kulturbereiche, die Lebensgewohnheiten und Einstellungen anderer Völker kennen. Dies ist eine wichtige Voraussetzung dafür, Verständnis für die Menschen anderer Nationen zu entwickeln und deren Meinungen zu tolerieren. Durch vielfältige Informationen über das andere Land erweitert der Schüler seinen Erfahrungshorizont und kann seinen eigenen Standpunkt kritisch überprüfen. Durch den Vergleich beider Sprachen gewinnt der Schüler Einblick in den Aufbau von Sprache überhaupt und schärft sein Gefühl für die eigene Sprache. Welche Fremdsprachen werden an der Fürstenberg-Realschule angeboten?
Alle Schüler der weiterführenden Schulen lernen Englisch. An den Realschulen wird im allgemeinen zusätzlich Französisch angeboten. Die erste Fremdsprache - Englisch - lernt der Schüler ab Klasse 5, dann folgt ab Klasse 6 die zweite Fremdsprache. Französisch wird in der Klasse 6 mit 3 Wochenstunden unterrichtet, und wir schreiben in jedem Halbjahr 3 Klassenarbeiten. Das Fach Französisch gehört zu den Fächern des sogenannten Wahlpflichtbereichs. In der Klasse 6 an unserer Schule müssen jedoch alle Schüler Französisch "wählen". Im grenznahen Bereich zu den Niederlanden besteht an manchen Schulen die Möglichkeit, statt Französisch Niederländisch zu wählen.
"AVO - 11(2):
Die Leistungen in den Fächern des Wahlpflichtbereichs sind bei der Versetzung in die Klasse 7 nur positiv, ab Klasse 7 uneingeschränkt versetzungs-wirksam.
AVO bedeutet: In der Klasse 6 ist die Note des Faches Französisch also nur positiv versetzungswirksam, d.h. eine schlechte Note ist für die Versetzung nicht gültig, wird also nicht mitgerechnet. Eine gute Note (1, 2 oder 3) dient allerdings als Ausgleich für schlechtere Noten in anderen Fächern. Französisch als ‘Schnupperkurs’ fanden nach einer Befragung an unserer Schule 95 % der Schüler als positiv. So könne man eine Sprache ‘testen’ und ohne Schaden feststellen, ob man evtl. mit der 2. Fremdsprache überfordert ist. Am Ende der Klasse 6 heißt es nun, die richtige Entscheidung für die Klassen 7, 8, 9, 10 zu treffen, soll ich als Schüler/in weitermachen mit Französisch oder als Alternative SoWi oder NW wählen? Etwa 30 % der Schüler entscheiden sich weiter für Französisch. Die endgültige Entscheidung muss letztlich jeder selbst treffen in Absprache mit dem Französisch- aber auch mit dem Englisch- und Deutschlehrer. Französisch ist nun versetzungswirksam wie jedes andere Fach und wird im Kurs unterrichtet, parallel zu Sowi und NW. In der Klasse 7 wird der Französischunterricht mit drei Wochenstunden unterrichtet. In jedem Halbjahr schreiben wir drei Klassenarbeiten.
Mit Beginn der
Klasse 8 setzt in der Realschule die sogenannte Neigungsdifferenzierung
ein. Das Neigungsfach findet nun nicht mehr im Klassenverband, sondern
im Kurs statt. Im Kurs können Schüler/innen aus allen drei
Parallelklassen zusammenkommen. Wer nach seiner Realschulzeit zum Gymnasium übergehen will und das Abitur anstrebt, hat mit fünf Jahren Französisch schon eine 2. Fremdsprache abgedeckt und bessere Wahlmöglichkeiten. Auch für den Besuch der Höheren Handelsschule oder einer Fachoberschule (FOS) kann es sich als günstig erweisen, wenn man fünf Jahre Französisch mitbringt. Die LehrerInnen des Faches: Anneliese Karlström, Susanne Hegemann, Frau Brüning. Integration des Faches in den Stundenplan der Schule
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by R. Verneuer
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